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Responsible Leadership
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Bottom Up statt Top Down
Bottom Up Ansätze bemühen sich um Organisationsformen, die für WissensarbeiterInnen barrierefrei sind und dadurch die Produktivität im Wissensarbeitsbereich erhöhen.
Das Schlagwort Bottom Up ist eine logische Konsequenz des Phänomens WissensarbeiterIn, das Peter Drucker 1969 zum erstenmal erwähnte. WissensarbeiterInnen sind auf ihrem jeweiligen Gebiet hoch spezialisiert und müssen eigenständig und eigenverantwortlich handeln können; ansonsten geht ihre Expertise verloren. WissensarbeiterInnen müssen in Organisationen Gehör finden, wenn sie sagen, was sie für ihre Umsetzungen brauchen. Geschieht dies, so kehren sich manche Unternehmensprozesse um. In der Hierarchie "Untergeordnete" geben gleichsam Anweisung nach "oben". Top Down ist die kulturell tradierte Vorgangsweise von "oben" nach "unten". Peter Drucker betrachtete diese Ideologie stets skeptisch und meinte gegen Ende seines Lebens, dass Organisationen und Hochschulen leider "immer noch von Vorgangsweisen aus den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts bestimmt sind". CSR mit Fokus auf Unternehmen / Organisationen
CSR ist nach unserem Verständnis keine Scheinaktion und auch kein Feigenblatt. CSR ist vielmehr die Auseinandersetzung mit und Dokumentation von Organisationsleistungen in Bezug auf
(1) die schonende Behandlung der Umwelt, (2) den geordneten Umgang mit Kommunen und (3) den wohlwollenden Umgang mit MitarbeiterInnen. Die dritte Säule ist die bislang am wenigsten beachtete, sodass manche hochgelobte CSR-Leistungen einer Organisation bei den MitarbeiterInnen Kopfschütteln auslösen. Das Sammelbecken CSR soll Organisationen und Unternehmen dazu bringen, Verantwortung für alle 3 Säulen zu übernehmen, also ihre internen Strukturen, Abläufe und Kommunikation so zu gestalten, dass MitarbeiterInnen, Mitwelt und Umwelt nicht zu Schaden kommen und Wertschätzung sichergestellt wird. Und das freiwillig. Corporate Social Responsibilty ist unserer Ansicht nach als Kampagne begreifbar, die sich darum bemüht, nicht blindes Leistungsstreben als einzigen diskursiven Parameter in Organisationen zu erhalten. Die einseitig fokussierte Unternehmenskommunikation auf "Erfolg" und diffuser "Leistung" kommuniziert MitarbeiterInnen und KundInnen skrupelloses Profitstreben. Besonders die interne Kommunikation schafft so ein Umfeld, in dem als "Erfolgsfaktor" skrupelloses Vorgehen von MitarbeiterInnen akzeptiert und gefördert wird. Der Umgangston wird rauer, die Methoden feindlicher. CSR als Kampagne erinnert alle daran, dass ein geordneter Umgang und Zusammenarbeit anstelle von Konkurrenz eine Verantwortungsleistung mit einschließt: die, die wir in einer Demokratie unseren Mitmenschen gegenüber haben, unserem Umfeld und unserer Erde. CE als radikale Forderung
Corporate Ethics ist die überlegte Basis von der aus sich Organisationen und Unternehmen selbst Grenzen setzen. Uneingeschränkte Profitgier schafft letztendlich ein Umfeld, das zur Skrupellosigkeit und Verantwortungslosigkeit verleitet. Corporate Ethics bemüht sich um die Bereitstellung von Prinzipien, nach denen ein verantwortungsvolles Managen und Wirtschaften möglich ist. Wichtige Themen der Corporate Ethics sind Korruption und Ethic Compliance. Korruption schadet nicht nur den Organisationen und Unternehmen, sie vergiftet zudem auch die Arbeitsbedingungen und Arbeitsverhältnisse. Korruption hat in den letzten 15 Jahren in den Industriestaaten kontinuierlich zugenommen. Ethic Compliance trifft Festlegungen über die Don'ts eines Unternehmens und der Verpflichtung, einen verantwortungsvollen Umgang in der Organisation zu fördern.
Verantwortung ist ein entscheidender Begriff der Corporate Ethics. Dies bedeutet das Bewusstsein jeder einzelnen MitarbeiterIn und im besonderen der Führungspersonen, dass sie eine Verantwortungsleistung zu erbringen haben. Verantwortung zu übernehmen für KundInnen, MitarbeiterInnen und Umwelt, auch Verantwortung für das gesamte Wirtschaftssystem und den Rechtsstaat. Unternehmen und Organisationen, die den Rechtsstaat sukzessive aushöhlen, indem sie sich permanent Schlupflöcher für den eigenen Vorteil suchen und eröffnen, handeln verantwortungslos. Corporate Ethics meint eine Verpflichtung von Unternehmen und Organisationen, von sich aus diese Verantwortungsleistungen zu erbringen. Wissenschaftliche Basis: Drucker und Agamben
Zwei wesentliche Autoren begründen die wissenschaftliche Basis moderner Arbeits- und Organisationsbedingungen: Peter Drucker und Giorgio Agamben. Peter Drucker beleuchtet die Managementebene und unterbreitet konsistente Vorschläge, wie die neuen Arbeitsbedingungen menschenfreundlich und verantwortungsvoll gemanagt werden können. Girogio Agamben beschreibt die gesellschaftlichen Bedingungen als Ausnahmezustand. Je globaler der Austausch in der Welt, desto mehr Schlupflöcher entstehen. Damit geht einher: Die Rechtslage wird unsicherer. Da wir den Ausnahmezustand nicht mehr verlassen können, so Agamaben, braucht es verantwortungsvolle Organisationen und Unternehmen, die zum Wohle aller agieren. Dies setzt fähige und verantwortungsvolle Menschen in Organisationen voraus, die wissen, dass sie mit ihrem Handeln Schaden anrichten können und sich skrupelloser Vorgangsweisen enthalten.
Verantwortungsleistung
Ist ein wissenschaftlicher Ansatz Verantwortung als Leistung zu beschreiben; mit dem Ziel Verantwortungen in Zukunft in Geldwert übersetzen zu können. Mit der Conclusio: Nur wer gerecht entlohnt wird, wird nachhaltig Verantwortungsleistung übernehmen. Kana (2006), S. 235f. Anmerkung 98.
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